PilgerwegeStart - Pilgerwege

Ein Pilgerweg ist eine Standardroute, die Pilger nehmen, wenn sie sich auf eine Pilgerreise begeben, um ihr Ziel - in der Regel eine heilige Stätte oder ein Gotteshaus - zu erreichen. Dabei kann es sich um Städte oder Orte von besonderer Bedeutung wie Jerusalem, Rom, Santiago de Compostela, Fátima, Lourdes oder Einsiedeln handeln, aber auch um spezifische Punkte auf dem Land, wie einen Hügel, eine Quelle, einen Brunnen, eine Höhle oder einen Schrein.

Auf der Route gibt es Stationen, an denen die Pilger anhalten und sich ausruhen können, an denen Gebete gesprochen oder Gottesdienste abgehalten werden können.

Geschichte

Im Mittelalter gab es 3 wichtige christliche Wallfahrtsorte:

  1. Jerusalem in Israel
  2. Rom in Italien
  3. Santiago de Compostela in Spanien

Die großen Wallfahrtsorte waren oft die Gräber bedeutender Apostel. Der berühmteste Pilgerweg ist heute der Weg nach Santiago de Compostela, der auch als Jakobsweg bekannt ist. Ein anderer sehr alter Pilgerweg, die Via Francigena, führt von Canterbury in England über Frankreich und die Schweiz nach Rom.

Diese Routen waren auch über den „Jerusalemsweg“ mit Jerusalem verbunden. Einzelne Abschnitte können beispielsweise als Jakobsweg, aber auch als Pilgerweg zu einem anderen Ort angesehen werden. Zusammen mit den verschiedenen Zufahrtswegen bilden diese Hauptrouten ein Netz von alten Pilgerrouten, die ganz Europa durchziehen.

Entwicklung

Heute gibt es in fast allen europäischen Ländern Jakobsgesellschaften, die sich der Erforschung und Pflege des Jakobsweges widmen. In Deutschland werden die historischen Pilgerwege von der Deutschen „St. Jakobus-Gesellschaft e.V.“ erforscht. In der Schweiz wird dies von der „Vereinigung der Freunde des Jakobsweges“ durchgeführt.

Weil Christen sich selbst immer als "auf einer Reise" befindlich verstehen, werden einige Angebote von Pfarrgemeinden und Diözesen oft als Pilgerfahrten oder Pilgerwege bezeichnet.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der so genannte Pilgerweg des „Vertrauens auf der Erde“ der ökumenischen ökumenischen Gemeinschaft von Taizé.
Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover hat ein Projekt mit dem Namen „Loccum–Volkenroda“ entwickelt.

Der Olof-Palme-Friedensmarsch (1987) war eine 3 Länder übergreifende Friedens-Demonstration und setzte sich aus mehreren Pilgerwegen zusammen. Diese führten quer durch das Staatsgebiet der DDR sodass sich auch Gruppen der politischen Opposition in der DDR legal beteiligen konnten.